Das Haus

Dem allgemein öffentlichen Krankenhaus Güssing kommt die Aufgabenstellung einer Standardversorgung für die Bezirke Güssing und Jennersdorf zu. Zurzeit stehen dem Krankenhaus 122 systemisierte Betten zur Verfügung. Die Versorgung geht durch die Bereiche Tagesklinik für Augenheilkunde und einer Orthopädie über die Standardversorgung hinaus. Derzeit sind 335 MitarbeiterInnen im Krankenhaus Güssing beschäftigt.

Die Ärztliche Direktion ist für die Führung aller ÄrztInnen und des medizinisch-technischen Personals verantwortlich. In Zusammenarbeit mit den PrimarärztInnen und den KonsiliarärztInnen wird in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung der medizinischen Tätigkeit durchgeführt. Durch diese Maßnahme ist für die PatientInnen eine zeitgemäße und adäquate Behandlung gewährleistet. Zu den weiteren Aufgaben des Ärztlichen Direktors zählt die Dokumentation im medizinischen Bereich.

In der Kaufmännischen Direktion werden alle nicht medizinischen und nicht pflegerischen Bereiche koordiniert:

  • die Haustechnik
  • die Küche
  • der Portier
  • die Reinigung
  • die Verwaltung

Die Kaufmännische Direktion ist einerseits für die wirtschaftliche Seite und andererseits für das "Funktionieren" des Krankenhauses mit seinen komplexen haustechnischen und medizinischen Anlagen und für die Hotelleistungen verantwortlich.

Der Pflegedirektion obliegt die Leitung und Organisation des Pflegedienstes.
Weitere Aufgaben der Pflegedirektion sind:

  • Überwachung, Sicherung und Verbesserung der Pflegequalität und Pflegeorganisation
  • Personaleinsatzplanung
  • Pflegecontrolling
  • Personalentwicklung

Unser Ziel ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualität, zum Wohl unser PatientInnen, MitarbeiterInnen und ZuweiserInnen. Unsere Qualitätsarbeit wird in regelmäßigen Intervallen durch das internationale KTQ-Verfahren bewertet und mit dem KTQ-Zertifikat (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) sowie dem Deutschen Palliativsiegel, ausgezeichnet.

 KTQ-Qualitätsbericht

 

 

In allen vier Krankenanstalten der KRAGES gibt es Hygieneteams die sich jeweils aus hygienebeauftragte Ärzten und Hygienefachkräften zusammensetzen.

Zu den Aufgaben des Hygieneteams zählen alle Maßnahmen, die der Erkennung, Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von Infektionen und der Gesunderhaltung von Patienten, Mitarbeitern und Angehörige/Besucher dienen. Zudem erstellen die Hygieneteams Leit- und Richtlinien, Hygienepläne, führen Hygienevisiten durch und beraten die Kollegialen Führungen in allen für die Wahrung der Hygiene wichtigen Angelegenheiten.

Die Hygieneteams begleiten fachlich und inhaltlich die Maßnahmen zur Überwachung nosokomialer Infektionen. Mit Hilfe einer Software werden kontinuierlich hygienerelevante Daten erfasst, Resistenzen gegen Antibiotika analysiert und daraus entsprechende hygienerelevante Maßnahmen abgeleitet. Durch regelmäßige Schulungen des Personals wird gewährleistet, dass alle Mitarbeiter auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Hygiene betreffend, unterwiesen sind.  Dabei wird auf Händehygiene besonderes Augenmerk gerichtet. Das Hygieneteam wird bei allen Planungen für Neu-, Zu- und Umbauten und bei der Anschaffung von Geräten und Gütern, durch die eine Infektionsgefahr entstehen kann, beigezogen.

Die Hygieneteams der KRAGES Krankenanstalten sind in dem ARGE-Hygienefachkreis Burgenland vertreten. In diesem Fachkreis findet ein reger Informationsaustausch, über die Landesgrenzen hinaus, statt.

Durch die Maßnahmen der Krankenhaushygiene wird erreicht, dass Patienten, Besucher und Mitarbeiter in größtmöglichem Ausmaß vor nosokomiale Infektionen geschützt werden.

 

 

Heinz Kulovits

Zentralbetriebsrat

 

Christine Hager

BRV-Stv.

Anno 1900 wurde das erste Krankenhaus in Güssing in Betrieb genommen. Als das Krankenhaus 1922 von den Schwestern der „Kongregation der Schwestern des II. Ordens des Hl. Franziskus“ übernommen wurde, verfügte es über 40 Betten. 1945 wurde das Haus von den sowjetischen Soldaten beschlagnahmt und darin ein Durchzugslager eingerichtet. In dieser Zeit wurde es nahezu komplett zerstört und geplündert. Ende 1945 wurde das Haus mit Hilfe einer finanziellen Unterstützung der Burgenländischen Landesregierung wieder aufgebaut und neu eingerichtet. 1972 entschied man sich für eine Erweiterung des Krankenhauses, wodurch das Haus nun über 200 Betten verfügte.

Mit der Übernahme durch die Burgenländische Krankenanstalten GmbH (KRAGES) im Jahr 1993 wurde mit der Modernisierung des Krankenhauses begonnen und die Bettenanzahl auf 158 reduziert. Im Zuge dessen wurde eine interdisziplinäre Tagesklinik eingerichtet und der OP-Bereich erneuert. In den darauffolgenden Jahren wurden verschiedene Ambulanzen und Fachschwerpunkte eingeführt sowie der Alt- und Neubau saniert. Durch die Umstrukturierung auf eine interdisziplinäre und pflegeorientierte Belegung, konnte zusätzlich der Pflegebereich nachhaltig optimiert und ökonomische Verbesserungen erzielt werden.

Im November 2011 unterzog sich das Krankenhaus Güssing einer internationalen Qualitätsprüfung nach Joint Commission International. Darüber hinaus erfolgte im April 2015 die Zertifizierung nach KTQ.

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Palliativsiegel